Die Schmetterlinge des Kreises Recklinghausen und der angrenzenden Bereiche
Eine Bestandsaufnahme und Artenverzeichnis
 
  Der Kreis Recklinghausen, auch als "Vestischer Kreis" oder das "Vest" bezeichnet, liegt im Norden des Ruhrgebiets, am mittleren unteren Rand der Westfälischen Bucht. Die vorliegende Artenliste stellt eine Bestandsaufnahme der Falterfauna des Kreises Recklinghausen und einiger seiner kreisgrenzübergreifenden, aber zusammenhängenden Naturräume (z. B. Truppenübungsplätze "Borkenberge" u. " Weißes Venn, sowie "Emscherbruch", div. Halden u.s.w.) dar.
Betrachtet wurde der Zeitraum von ca. 1920 bis heute, 2021. Dieser sehr lange Untersuchungszeitraum von ca. 100 Jahren war notwendig, um der sehr großen Anzahl der Arten gerecht zu werden, die bisher gefunden wurden. Um diese Gesamtübersicht zu erstellen wurde versucht, alle verfügbaren schriftlichen Quellen auszuwerten.
 
 
Fast alle älteren Erkenntnisse über die Schmetterlingsfauna Deutschlands, sind Schmetterlingssammlern zu verdanken. Hätte es ihr Engagement nicht bereits vor 100 Jahren und vorher gegeben, würden kaum Kenntnisse zur Schmetterlingsfauna vorliegen. Nur ihrer Sammeltätigkeit ist es zu verdanken, dass die Schmetterlinge in ihren jeweiligen geographischen Naturräumen beschrieben und benannt wurden. So haben zumeist Amateure die Grundlage für die lepidopteriologische Erforschung Deutschlands gelegt. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit die Zielsetzungen bzw. Methoden verändert: Statt Präparate sammelt man heute die Belegexemplare in der Regel digital!
Freuen wir uns, was wir dank unser Vorgänger wissen, und das ist nicht wenig!
Die ersten lepidopterologischen Veröffentlichungen für den Kreis Recklinghausens, bzw. das Ruhrgebiets, publizierten Karl Uffeln und Alfred Grabbe aus Dortmund, denen wir zahlreiche Einträge zu verdanken haben, die uns heute ungläubig staunen lassen. So berichtet Albert Grabe 1921: "Melitaea aurinia Rott. [Skabiosen-Scheckenfalter] wurde nach Uffeln von Humpert häufig bei Recklinghausen- Süd gefunden"
(8c) oder von Griposia aprilina (Grüne Eicheneule) 1935 "Dich. aprilina wurde auch bei Haltern und Sinsen festgestellt. 1879 bei Bochum 1 Raupe und 1 Fltr. (...)" (37g), - beides Falter, die heute in NRW so gut wie ausgestorben sind.
60 Jahre später waren es die Marler Sammler Werner Stellmach und Lothar Podsadlowski, die vor allem in der "Haard" bei Marl-Sinsen beobachtet haben. Professionell beschäftigte sich Karsten Hannig vor allem mit den Truppenübungsplätzen "Haltern-Borkenberge" (2009)
(4) und "Haltern Lavesum" (2005) (5).
Heute ist es das Internet, das die Arbeit des Forschenden wesentlich erleichtert. Große Datenbanken wie die Zoologisch-Botanische Datenbank (ZOBODAT) oder "lepiforum.org" die Online-Portale "Schmetterlinge Deutschlands" und "observation.org", lassen schnell Literaturlisten und Verbreitungskarten zur Auswertung auf dem Bildschirm erscheinen. So brauchte es für den Autor nur "etwas" Corona-Zeit, um aus den Datenbanken eine Liste zu erstellen.
 
 
Die Tagfalter
Im Kreis Recklinghausen wurden seit 1920 bis heute 61 Tagfalterarten beschrieben - das sind ca. 50 % der in NRW vorkommenden Falter (ca. 125)!
Das ist auf den ersten Blick ein recht beeindruckende Zahl. Bedenkt man aber, dass von diesen 61 Arten, allein 20 vor 1990, 11 von 1990 bis 2000 beobachtet wurden, relativiert sich diese Zahl schnell: in den letzten 20 Jahren wurden demnach nur noch 30 Tagfalter beschrieben ...

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© EMMET - Georg Temme
2021
   
     

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